Informationen zur Platzrenovierung

Stand 07.11.2017

 

Die nachstehenden Fragen wurden gesammelt und werden nunmehr konkret beantwortet.

A.        Kosten  / Budget

1. Steht die Finanzierung?

Klare Antwort: Ja. Es gibt von der Sparkasse Holstein eine Finanzierungszusage über 700.000 Euro, davon wurden 450.000 Euro bereits fest abgeschlossen, Bereitstellungszinsen laufen ab 01.12.17.

Zum Beginn der Arbeiten im September hatten wir ca. 200.000 Euro liquide Mittel zur Finanzierung der Renovierung. Darüber hinaus werden Spenden gegen Spendenbescheinigungen gerne gesehen und entgegengenommen.

Von der Bafin gibt es nunmehr auch die Freigabe für die Entgegennahme von Darlehen von Mitgliedern. Hier gibt es einige Auflagen, die zu beachten sind. Wir können einen attraktiven Zinssatz für Mitgliederdarlehen anbieten. Bei Interesse bitte den Vorstand ansprechen. 

2. Ist schon gespendet worden?

Ja, erste Spenden sind eingegangen, weitere Spendenzusagen liegen vor. Allerdings können wir weitere Spenden gut gebrauchen. Zurzeit liegen wir bei ca. 20.000 Euro.

3. Wird – wie bei vielen Projekten – am Ende doch alles teurer?

Bei den Projekten des Golf Club Großensee e.V. sind bisher nie unerwartete Mehrkosten aufgetreten. Wir hatten auch auf den Mitgliederversammlungen wiederholt darauf hingewiesen, dass in der Vergangenheit die Projekte im Rahmen der Kosten- bzw. Investitionsplanung abgewickelt wurden.

Die Kosten für die Bauphase 1 liegen aufgrund einer Besonderheit bei dem Sand für die Rasentragschicht um brutto 48.000 Euro über der Kostenschätzung der Architekten. Dies ist begründet in der Entscheidung, für die Rasentragschicht einen Sand zu verwenden, der einen niedrigen pH-Wert hat. Es wird ein Sand benötigt, der einen pH-Wert zwischen 5,6 und 6,5 hat. Dies ist der Bereich, der für die vorgesehenen Agrostisgräser optimal ist. Einen derartigen Sand gibt es hier im Norden nicht, wir haben deshalb entschieden, den Sand aus dem Raum Magdeburg einzukaufen. Durch die Transportkosten wird das entsprechend teurer.

Als Kompensation für diese Mehrkosten streichen wir in der Bauphase 2 die Renovierung von drei Grüns. Dies erspart uns brutto ca. 41.000 Euro.

Insgesamt liegen wir nach heutigem Erkenntnisstand also im Plan, allerdings bleibt ein Restrisiko, da wir die Bauphase 2 noch nicht ausgeschrieben haben und somit keine Angebote vorliegen.

4. Sind noch mehr Mitglieder wegen der Platzrenovierung ausgetreten?

Uns liegen Kündigungen von 68 Mitgliedern vor, davon 37 Vollzahler. Das ist im Rahmen der üblichen Abgänge zum Jahresende. Da wir nicht lückenlos die Kündigungsgründe erfassen, kann keine konkrete Aussage dazu getroffen werden, wie viele der Kündigungen auf die Platzrenovierung zurückzuführen sind.

Entscheidend ist jedoch die Entwicklung der Vollzahler insgesamt. Wir hatten am 01.01.2017 663 Vollzahler, insgesamt 947 Mitglieder. Nach heutigem Stand haben wir am 01.04.2018 750 Vollzahler und insgesamt 1.039 Mitglieder.

Durch unsere Anpassung der Aufnahmegebühren und der Investitionsumlagen ist es gelungen, eine sehr positive Entwicklung bei den Mitgliederzahlen zu erreichen.

 

B.        Zeitplan 

1. Ist die Renovierung im Zeitplan?

Die Renovierung begann eine Woche später als vorgesehen. Das lag daran, dass die Baufirma noch einen anderen Golfplatz im Raum Bremen von 9 auf 18 Löcher erweitert. Am Mittwoch, den 25.10.2017 erfolgte die erste Abnahme der Arbeiten an den Bahnen 1 bis 3. Der Architekt war überrascht vom Fortschritt der Bauarbeiten.

Am 07.11.2017 fand die nächste Abnahme statt. Die Grüns der Bahnen 1, 2, 3 und 8 sind jetzt fertig modelliert. Das bedeutet, dass der Untergrund modelliert ist und nur noch die Sauberkeitsschichten und die Rasentragschichten fehlen. Als nächste Maßnahme wird hier die Beregnung eingebaut bevor die Sauberkeitsschichten aufgetragen werden.

Grün 4 ist zwar schon modelliert, wird aber noch mal geändert, um den derzeit hohen Hang erträglicher zu machen (siehe auch Frage C 1).

Grün 9 wird noch etwa fünf bis sieben Meter nach hinten verschoben und die Vorderkante entsprechend nach hinten verlegt.

Die Grüns 5, 6 und 7 sind in Arbeit. An Grün 7 soll das extreme Gefälle nach links beseitigt werden, und dafür muss auch dort Boden aufgetragen werden.

An den Bahnen 2 und 3 wurde begonnen, die Beregnungsanlage einzubauen. Die Bahnen 2 und 3 sind fertig modelliert, es muss nur noch der Oberboden wieder aufgebracht werden.

Die Abschläge der Bahnen 3 und 9 wurden abgenommen.

Der Fairwaybunker an Bahn 8 wird noch einen halben Meter abgesenkt, damit das Grün besser zu sehen ist.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Arbeiten gut vorankommen. Auch bei Bodenfrösten wird weiter gearbeitet.

2. Ist der Platz wirklich im September 2018 bespielbar?

Alles entscheidend ist, dass wir in der zweiten Aprilhälfte einsäen können. Dieser Termin muss gehalten werden, und es gibt bisher keinen Grund, warum das nicht gelingen sollte. Dann haben wir die wachstumsstarken Monate Mai, Juni und Juli vor uns. Die Baufirma macht nach der Einsaat die Fertigstellungspflege, d.h. es ist je nach Spielfläche eindeutig vereinbart, wie viele Schnitte in welchen Abständen zu machen sind. Manche behaupten, man könne schon Ende Juli bis Anfang August auf den Flächen spielen. Ab September geht das auf jeden Fall. Dabei muss man natürlich beachten, dass die Gräser noch keine volle Deckung des Bodens aufweisen und erst bei 80  bis 90 Prozent sind, das verbessert sich aber sehr schnell.

3. Werden vielleicht schon vorher einzelne Bahnen freigegeben?

Aufgrund der Einsaat aller Bahnen Ende April können keine vorher freigegeben werden.

4. Wann kann man erkennen und/oder besichtigen, wie die renovierten Bahnen wirklich aussehen?

Bei den Bahnen 2 und 3 kann man schon heute die Struktur erkennen, an der Bahn 1 wird noch gearbeitet. Bei Bahn 6 werden noch Veränderungen kommen. Dort wird der Hügel um ca. 1 m bis 1,2 m gesenkt. Die Abschläge werden etwas höher ausgeformt. Dann kann man das Grün sehen und das Tal zwischen Hügel und Grün bleibt wie gewünscht erhalten. Ansonsten werden die Bahnen kaum verändert. Allerdings werden die Bereiche vor den Grüns und bei den Abschlägen noch bearbeitet. Bei den Grüns 1, 2, 3, 4, 8 und 9 kann man schon heute die Modellierung erkennen.

Ab sofort bieten wir geführte Rundgänge zur Besichtigung an, bitte die Aushänge im Clubhaus und auf der Internetseite beachten.

5. Sind im Zeitplan Puffer für „harte Wintertage“?

Bei normalen Bodenfrösten können die Bauarbeiter fortgesetzt werden. Sollten harte Fröste über einen längeren Zeitraum kommen, dann könnten die Arbeiten eingestellt werden. Allerdings gehen wir davon aus, dass die Arbeiten jetzt kontinuierlich bis zu den Weihnachtsfeiertagen fortgesetzt werden können. Dann werden wir schon fast fertig sein.

6. Wann sind die schweren Erdbauarbeiten beendet?

Der Bagger und die Raupe werden noch einige Zeit benötigen. Es müssen ja noch 30 cm Sand auf jedes Grün aufgebracht werden, der Sand muss von beiden Lagerstellen – Parkplatz und Sandlager – zu den Grüns transportiert werden. Und der Oberboden muss wieder auf die Flächen aufgebracht werden.

Einen genauen Zeitpunkt können wir daher nicht benennen.

7. Wie lange fahren noch die großen Baumaschinen über die Zufahrtstraße?

Wegen des Wetters mit vielem Regen ist der Boden auf dem Platz durchnässt. Würden die Transporte über den Platz erfolgen, hätten wir bei den Fahrspuren zerstörte Bodenstrukturen. Um das zu vermeiden, fahren die Transporte über die befestigten Wege. Das wird noch solange geschehen, bis der Sand vom Sandlager beim Kurzplatz auf die Grüns verteilt ist. Von dort müssen ca. 2.200 to Sand transportiert werden, vom Parkplatz ca. 1.100 to. Der Transport von Boden zum Grün der Bahn 8 und zu den Abschlägen der Bahn 9 ist beendet.

Im Streifen der Sukzessionsfläche an der Bahn 8 haben wir sehr guten Kies gefunden. Der wird dort noch abgebaut und als Quasidrainagen auf Grün 1 und in allen neuen Bunkern verwendet.

 

C.        Inhalte / Umfang

1. Durch den Aufbau des Grün 4 ist die früher so schöne Sicht auf Bahn 4 weg. Bleibt dieser Hügel so hoch?

Für das Golfspiel ist die Sicht auf das Grün 4 von der Bahn 4 entscheidend. Es war und ist beabsichtigt, das Gefälle des Grüns nach hinten zu beseitigen. Das bedeutete allerdings, dass in hinteren Bereich Boden aufgetragen werden musste. Nach unserer Ansicht ist das Gelände allerdings mindestens einen halben Meter zu hoch gegenüber der Planung. Dies ist bei der Abnahme am 7.11. thematisiert worden und das Grün 4 wird noch einmal geändert. Um den hohen Hang erträglicher zu machen, wird das Grün einige Meter nach vorne gezogen, hinten leicht abgesenkt und vorne rechts erweitert. Damit erreichen wir ein ca. halben Meter niedrigeres Grün und einen hinteren Hang mit geringerer Neigung. Der Eindruck, dass dort ein hoher Berg entstanden ist, wird dadurch abgemildert. Frei werdender Boden wird bei Grün 7 verarbeitet.

2. Wird mehr Erde bewegt als im Plan vorgesehen 

Definitiv nicht. Es waren 10.000 m³ geplant, das ist allerdings verdichteter Boden. Wenn der Boden aufgenommen wird, sind es entsprechend mehr Kubikmeter und beim Gewicht muss noch der Faktor 1,6 bis 1,8 als Multiplikator berücksichtigt werden.

3. Was passiert mit der Erde, die auf Bahn 1 neben dem Übungsgrün liegt 

Das ist der Oberboden der Bahn 1. Dieser Boden wird nach Modellierung der Bahn 1 wieder auf die Bahn 1 zurückgeschoben. Der Hügel verschwindet also wieder. 

4. Was wird auf Bahn 1 gemacht?

Bei den Grüns und den Abschlägen wird sandiger Boden als Unterbau benötigt. Diesen gewinnen wir auf den Bahnen 2, 3, 6  und auch auf der Bahn 1. Das wird alles wieder zurechtgeschoben, der Oberboden wieder aufgetragen und dann im Frühjahr eingesät. Dann wird alles wieder grün, der Blick von den Abschlägen auf die Bahn 1 ändert sich allerdings erheblich.

D.        Andere Risiken

1. Hat es bei den Erdarbeiten  (unangenehme) Überraschungen gegeben, die die Renovierungsarbeiten beeinträchtigen (zeitlich und inhaltlich)?

Bisher haben wir keine negativen Überraschungen erlebt.

2. Können die Naturschutzauflagen eingehalten werden?

Wir haben als Ausgleichsmaßnahmen insgesamt 7 Flächen genannt bekommen, die in Zukunft anders als bisher zu bearbeiten sind. Diese Flächen liegen allesamt in den Roughbereichen, fünf davon auf der zweiten Hälfte, zwei auf der ersten Hälfte. Diese Roughflächen müssen wir zukünftig in der zweiten Märzhälfte mähen, Kernbereiche dieser Flächen nur alle zwei Jahre. Das bedeutet, dass diese Flächen früh im Jahr gemäht werden und dann wachsen, was zu sehr dichtem Rough führen wird, insbesondere auf den Flächen, die nur noch alle zwei Jahre gemäht werden. Weiterhin ist in diesen Flächen jeweils ein Tuff mit Hundsrosen, Schlehen oder Weißdorn anzupflanzen. Diese Pflanzen sind bestellt, nach Lieferung werden sie gepflanzt und das Mähen dieser Flächen im Rhythmus von zwei Jahren beginnen wir im März 2018.

Weitere Auflagen gibt es nicht.

E.         Kommunikation

1. Kann man den Platz vorher / in der Bauphase ansehen?

Grundsätzlich kann man den Platz begehen, im Bereich der arbeitenden Maschinen müssen bitte Sicherheitsabstände eingehalten werden.

Wir bieten ab sofort geführte Rundgänge an, dabei können Fragen gestellt werden. Wir hoffen, dabei auch Antworten auf alle Fragen geben zu können. 

2. Werden noch weitere Besichtigungstouren angeboten 

Hier regelt die Nachfrage das Angebot. Sollten die ersten Touren gut gebucht sein und es weiteren Bedarf geben, werden weitere Termine angeboten.

3. Ist ein Eröffnungsturnier geplant?

Es wird ganz sicher ein Event zur Wiedereröffnung der ersten neun Bahnen geben. 

gez. Norbert Prigge

 

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